Universität Heidelberg
Ägyptologische Forschungsstätte für Kulturwissenschaft

Kunsthistorische Analyse der Wandbilder in Privatgräbern der 18. Dynastie.


Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.

Untersucht wird die Stilentwicklung der Privatkunst im Spannungsfeld des Kunstgeschehens in der Residenz und in der Provinz. Die Grabanlagen der 18. Dynastie stellen zahlenmäßig den größten Anteil der gesamten Nekropole von Theben. Errichtet in einer historisch glanzvollen Epoche, stehen sie doch zwischen zwei Umbruchszeiten, der politischen Fremdherrschaft der Hyksoszeit zu Beginn des Neuen Reiches und der religiösen Revolution Echnatons am Ende der 18. Dynastie. Neue Anforderungen, denen sich über die wechselvolle Dynastie hinweg der Privatmann in seinem Verhältnis zum König und zu den Mitmenschen gegenübersieht, zeigen sich im Wandel der Bildinhalte. Sie sind ganz allgemein gesehen die Gestaltungstriebkräfte der Kunst. Die Analyse ihrer Umsetzung in der Dekoration der thebanischen Privatgräber unter Einbeziehung der Grabanlagen in “königsfernen“ Provinznekropolen und die Auswirkung auf die Stilentwicklung mit ihren eigenständigen Phasen verspricht ein differenziertes Bild des Kunstgeschehens.

Eva Hofmann



-> Organisation -> Mitarbeiter: Eva Hofmann