Universität Heidelberg
Ägyptologische Forschungsstätte für Kulturwissenschaft

Thema:

Das Erzählen in frühen Hochkulturen. 
II. Eine Archäologie der narrativen Sinnbildung.


Konzeption/Veranstalter: Hubert Roeder, Claudia Maderna-Sieben/ÄFKW

Termin: 07.12. – 08.12.2007

Ort: Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH), Hauptstr. 242, 69117 Heidelberg

Teilnahme: Anmeldung erforderlich

Publikation: offen


Konzept

Die Folgetagung zu „Erzählen I“ ist eine vorrangig interdisziplinär ausgerichtete Veranstaltung. In ihr werden die methodischen Fragestellungen und die Ergebnisse der Vorgängertagung weiterverfolgt.


Kurzfassung

Das Erzählen ist ein „menschliches Grundbedürfnis, eine soziale Aktivität, die der Verarbeitung von Erlebnissen dient und soziale Identität konstituieren soll, die von anderen anerkannt wird.“ (Th. Lewandowski, Linguistisches Wörterbuch 1, Heidelberg/Wiesbaden 51990, s. v. Erzählen, 278). Diese allgemeine Definition des alltäglichen Erzählens lenkt auch das außeralltägliche Erzählen, das auf der Basis weiterer Bedingungen zum Medium kultureller, politischer, religiöser, gesellschaftlicher und anderweitiger Sinnbildungen einer Kultur avanciert, genauer gesagt zum Medium „narrativer Sinnbildung“. Damit wird es umgekehrt zu einer unverzichtbaren Quelle für die Erschließung der politischen, religiösen und anderen Ideenwelten einer Kultur. Die Erzählung als mündliche und vor allem schriftliche Gerinnung des Erzählens ist somit insbesondere für die historischen und die altertumswissenschaftlichen Disziplinen ein zentraler Informant für die Rekonstruktion unterschiedlichster Themen und Diskurse einer vergangenen Kultur oder Epoche.


Doch stehen zwischen der Erzählung und der Rekonstruktion zahlreiche Fragestellungen zum Informationswert und –charakter dieses besonderen Mediums, Fragen, die die Eigenheiten einer narrativen Sinnbildung betreffen: Wie zuverlässig sind die Informationen, die uns Erzählungen überliefern? Wie sind solche Informationen überhaupt aus den Erzählungen zu gewinnen, wenn die Möglichkeit des Nachfragens oder eines Rückgriffs auf die den Erzählungen zugrunde liegenden Diskurse nicht gegeben ist und wenn die zeitliche und kulturelle Distanz dem intuitiven Zugang hohe Hürden setzen? Welche Ziele verfolgen Erzählungen eigentlich?


Diese und andere Fragen fordern zu einer intensiven Beschäftigung der Altertumswissenschaften mit dem Erzählen heraus, zu einer Suche nach angemessenen methodischen Zugängen zu den überlieferten Erzählungen, welche zum einen der Rekonstruktion narrativer Sinnbildungsmechanismen spezifisch in frühen Hochkulturen und zum anderen der Gewinnung von Informationen über diese Kulturen dienlich sein können. Auf welche inter- und transdisziplinären Möglichkeiten das einzelne Fach dabei zurückgreift, hängt von dem jeweiligen Quellen- und Textbefund, von der Zielrichtung bzw. Fragestellung der Untersuchung und natürlich auch von den Vorlieben der involvierten Forscher ab. Wegen der schriftlichen Form ihrer Überlieferung und der oftmals „künstlerischen“ Ausgestaltung werden für diese frühen Erzählungen gerne literaturwissenschaftliche Zugänge gesucht. Sie stellen zahlreiche Interpretationsansätze bereit, bergen jedoch auch viele Unwägbarkeiten hinsichtlich der methodischen und kulturhistorischen Kompatibilität moderner Literaturbegriffe in sich.


Der Blick einer anvisierten altertumswissenschaftlichen Erzählforschung soll in dieser Jahrestagung dagegen auf ein möglichst breites Feld an methodischen Angeboten gelenkt werden, deren Wert und die eventuellen Anpassungen an die altertumswissenschaftlichen Erfordernisse diskutiert werden sollen. Dazu zählen natürlich auch literaturwissenschaftliche Ansätze. Jedoch sollten gerade diese auf ihre Relevanz hin hinterfragt und eine Öffnung auf die Grundkategorien des Erzählens hin - jenseits einer zu engen Bindung an moderne Literaturbegriffe - erwogen werden. Es sind die Bedingungen des Erzählens in kommunikativer, psychologischer, sozialer, alltäglicher und nichtalltäglicher, mündlicher, verschriftlichter und schriftlicher sowie anderweitiger Hinsicht, die im Mittelpunkt der Beiträge und Diskussionen stehen sollen. Dabei muss die Beschäftigung sowohl mit dem Erzähltext selbst, d. h. dem analytischen und interpretativen Umgang, als auch mit dem kulturspezifischen Umfeld, d. h. den thematischen, funktionalen und kontextuellen Bedingungen, zur Sprache kommen.


Das Anliegen der Jahrestagung 2007 der ÄFKW sind die Diskussion methodisch relevanter Zugänge zur narrativen Sinnbildung in frühen Hochkulturen und die Suche nach einer eigenen und gemeinsamen altertumswissenschaftlichen Sprache in der Erzählforschung.


Langfassung

Eine ausführliche Fassung des Konzeptes steht Ihnen als pdf-Datei zur Verfügung.

Programm

Freitag, den 07. 12. 2007

Programmänderung: Der ursprünglich vorgesehene Vortrag von Antonio Loprieno entfällt. Die Vorträge von Ralf Scharf und Anton Bierl wurden entsprechend vorverlegt.


9.15 - 10.00


H. Roeder (Heidelberg)
Begrüßung und Einführung: Perspektiven und Paradigmensuche für eine Erforschung altägyptischer Erzählungen.
10.00 - 11.00

R. Zymner (Wuppertal)
Vom Erzählen zur Erzählliteratur: Konstrukte zwischen Körper und Kultur.
11.00 - 11.15 Kaffeepause
11.15 - 12.15


R. Scharf (Heidelberg)
Vater-Sohn-Geschichten in der gnadenlosen Republik. Didaktische Erzählungen bei Livius.
12.15 - 14.15 Mittagspause
14.15 - 15.15

A. Bierl (Basel)
Odysseus als Erzähler seiner Irrfahrten.
15.15 - 15.30 Kaffeepause
15.30 - 16.00
Tagesdiskussion

Samstag, den 08. 12. 2007


9.15 - 10.15


E. Gülich (Bielefeld)
Rekonstruktion und (Re-)Interpretation in mündlichen Erzählungen. Ein Beitrag aus der linguistischen Gesprächsforschung.
10.15 - 11.15



Chr. Hardmeier (Greifswald)
Chancen und Grenzen einer kommunikationspragmatischen Narratologie. Genesis 22 – statt Opferbefehl und Gehorsamsprobe ein furchtbares Ver-Sehen.
11.15 - 11.30 Kaffeepause
11.30 - 12.30


B. U. Schipper (Bremen)
Endzeiterzählungen - zur narrativen Struktur und Textpragmatik von Apokalypsen.
12.30 - 13.30 Mittagspause
13.30 - 14.30

D. Sürenhagen (Konstanz/Heidelberg)
Die „Apologie“ des hethitischen Großkönigs Hattusili III.
14.30 - 14.45
Pause
14.45 - 15.45

J. Assmann (Heidelberg/Konstanz)
Riten um Osiris: kultische Vorstufen des Mythos in den Pyramidentexten.
15.45 - 16.30
Abschlussdiskussion

Abstracts

Jan Assmann
Riten um Osiris: kultische Vorstufen des Mythos in den Pyramidentexten.

Totenliturgien weisen oft eine dreigeteilte Struktur auf. Die Sprüche der mittleren Sequenz sind ganz anders aufgebaut als die der ersten und dritten. Während diese vom Sonnengott dominiert werden, den Himmelsaufstieg zum Hauptthema haben und sich oft auf Speiseopfer beziehen, fehlt in den mittleren jeder Bezug auf Sonnengott und Speiseopfer. Jeder Spruch scheint sich auf viele verschiedene Ritualhandlungen oder Kultepisoden zu beziehen, die nur knapp und andeutend berichtet werden. Der Tote, der in den Sprüchen der ersten und dritten Sequenz als Protagonist auftritt, erscheint hier als passives Objekt der wiederherstellenden und belebenden Handlungen einer Göttergemeinschaft, zu der Geb und Horus, Isis und Nephthys, Anubis und Thot gehören. Diese "nächtlichen Riten" bilden den Aufführungsrahmen für die Episoden des Osiris-Mythos. Die Frage ist aber, ob er ihnen bereits zugrunde liegt oder erst aus ihnen entsteht. 


Anton Bierl
Odysseus als Erzähler seiner Irrfahrten. 

Auf der Grundlage eines graduellen Textualisierungsmodells und einer oralen, rituellen sowie bildgesättigten mündlichen 'Poetik' 'Homers' werden die eingelegten Irrfahrtenerzählungen in der Odyssee text– und kontextnah interpretiert. Odysseus komponiert wie ein mündlicher Sänger, der mittels Variation und Kombination in Schleifentechnik immer Neues hervorbringt. Handlungsintern malt er aus pragmatischen Gründen die zentrale Begegnung mit dem Tod in stets sich wandelnden Fassungen aus. Auf einfachen Seefahrermärchen basierend erzählt er seine Vergangenheit so, dass er wie ein Rhapsode eine Episode motivisch aus der anderen hervorgehen lässt und dabei die komplexe Geschichte in einer doppelten Wellenbewegung anordnet (abcba/abcba). Das Umspielen der Krise bei gleichzeitiger Betonung der eigenen Übermacht dient zudem der Wiederherstellung der eigenen Identität und der Schaffung neuen Ansehens. Zugleich erzeugt Homer ein detailliertes symbolisches Zeichengewebe, um den Übergang von der Anderwelt nach Ithaka rituell auszudrücken und zu verarbeiten. 


Elisabeth Gülich
Rekonstruktion und (Re-)Interpretation in mündlichen Erzählungen. Ein Beitrag aus der linguistischen Gesprächsforschung. 

Am Beispiel mündlicher Erzählungen aus Gesprächen werden in dem Vortrag einige grundlegende strukturelle und funktionale Aspekte des Erzählens thematisiert. Erzählen wird als eine konversationelle ‚Methode’ verstanden, um vergangene Ereignisse, Erlebnisse oder Erfahrungen sprachlich zu rekonstruieren. Dabei rekurrieren die Interaktionspartner auf bestimmte – mehr oder weniger verfestigte - Formen oder Muster, die Luckmann als ‚kommunikative Gattungen’ beschreibt. Ein wesentliches Charakteristikum der narrativen Rekonstruktionsaktivität liegt nun darin, dass es sich nie um ein reines Rekonstruieren von Fakten handelt, sondern immer auch Bewertungen und Interpretationen mit einfließen. Beim Erzählen wird Erinnerungsarbeit geleistet. Mehrfaches Erzählen derselben Geschichten bietet immer wieder neue Möglichkeiten der Vergegenwärtigung von Erinnerungen und damit Chancen auch zu einer Re-Interpretation des Erlebten. 


Christof Hardmeier
Chancen und Grenzen einer kommunikationspragmatischen Narratologie. Genesis 22 – statt Opferbefehl und Gehorsamsprobe ein furchtbares Ver-Sehen. 

Der Beitrag führt in einem ersten Teil summarisch in das wirkmächtige Auslegungsparadigma der Geschichte von „Isaaks Opferung“ bzw. der Aqeda ein und beleuchtet das philologische Problem des sog. Opferbefehls in Genesis 22,2. Ein zweiter Teil umreißt die texttheoretischen Voraussetzungen einer kommunikationspragmatischen Narratologie und skizziert die wesentlichen Kriterien und heuristischen Verfahren einer empirisch-induktiven Herangehensweise an Erzähltexte, um im konsequenten Rückbezug auf die sprachlich kodierte Textoberfläche ihren Sinn als narrative Kommunikationsangebote zu erschließen. Im dritten Teil soll am Text von Genesis 22 exemplarisch gezeigt werden, wie diese Herangehensweise methodisch ausweisbar zu einer tief greifenden Revision des klassischen Auslegungsparadigmas und zur Aufdeckung ganz anderer Sinnhorizonte führt. 

Literatur:
Hardmeier, C., Die Bindung Isaaks – ein Ver-Sehen (Gen 22). Wahrnehmungsfähigkeit und Offenheit zu Gott auf dem Prüfstand, in: ders., Realitätssinn und Gottesbezug. Geschichtstheologische und erkenntnisanthropologische Studien zu Genesis 22 und Jeremia 2-6: Biblisch-Theologische Studien 79 (Neukirchen-Vluyn 2006) 1-88.

Hardmeier, C., Textwelten der Bibel entdecken. Grundlagen und Verfahren einer textpragmatischen Literaturwissenschaft der Bibel. Textpragmatische Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte der Hebräischen Bibel, 1/1 und 1/2 (Gütersloh 2003 und 2004). 


Hubert Roeder
Perspektiven und Paradigmensuche für eine Erforschung altägyptischer Erzählungen. 

Die Erzählung als mündliche und vor allem schriftliche Gerinnung des Erzählens ist insbesondere für die historischen und die altertumswissenschaftlichen Disziplinen ein zentraler Informant für die Rekonstruktion unterschiedlichster Themen und Diskurse einer vergangenen Kultur oder Epoche. Doch stehen zwischen der Erzählung und der Rekonstruktion zahlreiche Fragestellungen zum Informationswert und –charakter dieses besonderen Mediums, Fragen, welche die Eigenheiten einer „narrativen Sinnbildung“ (Chr. Hardmeier) nicht nur aber insbesondere in frühen Hochkulturen betreffen. Diese Fragen fordern zu einer intensiven Beschäftigung der Altertumswissenschaften mit dem Erzählen heraus, zu einer Suche nach angemessenen methodischen Zugängen zu den überlieferten Erzählungen, welche zum einen der Rekonstruktion narrativer Sinnbildungsmechanismen spezifisch in frühen Hochkulturen und zum anderen der Gewinnung von Informationen über diese Kulturen dienlich sein können. Das Erzählen im Alten Ägypten erfüllte z. T. Funktionen, die in moderner Zeit von anderen Kommunikationsformen und Medien übernommen werden. Reflexionen über gesellschaftliche und religiöse Entwicklungen und Themen wurden in besonders geformten Erzählungen schriftlich verfasst und bestimmten Zuhörerkreisen zugänglich gemacht. Dabei bauen die narrativen Reflexionen paradigmatisch auf Vorbildern des mündlichen Erzählens in adäquaten Kontexten auf. Das Erzählen war ein Medium narrativer Sinnbildung in alltäglichen und in außeralltäglichen Kontexten, das jenseits eines funktional und soziologisch zu einengenden (modernen) Literaturbegriffes auf seine Grundbedingungen und Entwicklungspotentiale hin einer eigenständigen Betrachtung unterzogen werden muss. 


Ralf Scharf
Vater-Sohn-Geschichten in der gnadenlosen Republik. Didaktische Erzählungen bei Livius. 

Vater-Sohn-Geschichten finden sich gehäuft in den ersten 10 Büchern des Werkes "ab urbe condita" des Livius und damit zwischen dem Ende des 6. und dem mittleren 4. Jh.v.Chr. Eine Produktion von Historiographie oder auch nur von Prosa allgemein setzte in Rom jedoch erst zu Beginn des 3. Jahrhunderts ein und nahm sich nicht unbedingt gleich jener Themen an, die Livius in seinem spätrepublikanischen Werk für die Frühzeit berichtet. Diese Erzählungen des Livius über das Recht des Vaters über Leben und Tod seiner Söhne bestimmten und bestimmen das Bild des römischen Vaters bis heute. So wird das Bild des republikanischen Vaters, zudem das einer höchst schmalen Führungsschicht, zu einem allgemeinen, für die gesamte römische Gesellschaft gültigen erklärt, gar zu einer anthropologischen Konstante stilisiert. 


Bernd U. Schipper
Endzeiterzählungen - zur narrativen Struktur und Textpragmatik von Apokalypsen. 

Bei der Frage nach Formen 'narrativer Sinnbildung' in frühen Hochkulturen ist vor allem das außeralltägliche Erzählen von Bedeutung. Der Vortrag thematisiert die Narrativik antiker Apokalypsen und damit einer spezifischen Form fiktionaler Literatur. Am Beispiel ägyptischer und antik-jüdischer Texte sollen die Spezifika der literarischen Gattung 'Apokalypse' sowohl im Hinblick auf ihre Erzählstruktur als auch in Bezug auf ihre Textpragmatik untersucht werden. So zeichnen sich apokalyptische Texte nicht nur durch eine spezifische Bildwelt aus, sondern auch durch bestimmte formale Elemente, wie vaticina ex eventu, Geschichtsrückblicke, den Zwei-Äonendualismus und eine narrative Form, bei der auf der Textebene eine Argumentationskette konstruiert wird, welche die Zukunft als logische Folge der erlebten Vergangenheit ausweist. 


Dietrich Sürenhagen
Die „Apologie“ des hethitischen Großkönigs Hattusili III. 

Die im späten 13. Jhdt. v. Chr. niedergeschriebene „Apologie“ Hattusilis III. gilt heute als Meisterwerk altorientalischer Historiografie und fester Bestandteil des „Weltliteraturerbes“. Die stets implizierte Literarizität des Textes vernachlässigt jedoch, dass das Erzählen von Geschichte in der hier vorliegenden und in Teilen auf Mündlichkeit weisenden Form nur einen von mehreren Bausteinen innerhalb des Gesamttextes darstellt. Bei diesem handelt es sich eindeutig um eine Dispositivurkunde (sakral)rechtlicher Natur, die die dauerhafte Verbindung der herrschenden Dynastie mit einer Gottesstiftung zum Ziel hat. Es erscheint daher sinnvoll, erneut nach Tendenz, Ziel und Funktion der Erzählung nicht nur im Rahmen der Stiftungsurkunde, sondern auch der bei solchen Rechtsgeschäften vorauszusetzenden rituellen Handlungen zu fragen, um Medialität und Öffentlichkeitsgrad dieser und verwandter Erzählungen besser verstehen zu können.


Rüdiger Zymner
Vom Erzählen zur Erzählliteratur: Konstrukte zwischen Körper und Kultur. 

Der Beitrag befasst sich in einem ersten Teil mit dem Erzählen als Allerweltsredetätigkeit, um in einem zweiten Teil diese Allerweltsredetätigkeit in Beziehung zu setzen zum Erzählen als Schriftwerk und weiter zum Erzählen als Kunstwerk. Schließlich soll nach Entstehung und Funktion des Erzählens aus der Sicht einer biologisch informierten Kulturwissenschaft gefragt werden. Hierzu wird u.a. auf Hypothesen der Evolutionären Psychologie zurückgegriffen.